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Veröffentlicht von Dorothee Gaenshirt am 04. October 2026

Curcumin – High End (4)

BENEGANIC
HINTER DEM ROHSTOFF
Hallo Ihr Lieben,
Porträt von Dorothee Gänshirt, oberer Bildbereich

in den letzten Newslettern haben wir gesehen, welches enorme Potenzial Curcumin besitzt. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt: Curcumin ist nicht gleich Curcumin.

Denn ein Pflanzenstoff kann im Labor noch so beeindruckend wirken – wenn er nicht in ausreichender Menge in unseren Körper gelangt und dort aktiv bleibt, kann er seine Wirkung nicht entfalten.

Und genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung bei Curcumin.

Curcumin – eine Diva

Goldene Milch mit Kurkumawurzel und Kurkumapulver

Die Kurkumawurzel enthält von Natur aus nur relativ wenig von den wertvollen Curcuminoiden. Nur etwa 3 % der Wurzel bestehen aus Curcumin.

Doch damit nicht genug.

Curcumin ist fettlöslich und wird aus dem Darm ausgesprochen schlecht aufgenommen. Von dem ohnehin geringen Anteil gelangt deshalb nur ein winziger Bruchteil tatsächlich in den Blutkreislauf.

Nur etwa 0,03 % des Curcumins aus der Kurkumawurzel gelangen ins Blut.

Das bedeutet: Kurkuma als Gewürz oder die beliebte „Goldene Milch“ können selbstverständlich Bestandteil einer gesunden Ernährung sein. Aber wer die in wissenschaftlichen Untersuchungen beschriebenen Effekte von Curcumin erreichen möchte, steht vor einem grundlegenden Problem:

Ein Gewürz ist noch kein potentes Nutraceutical.

Und dann kommt auch noch die Leber

Selbst das wenige Curcumin, das aus dem Darm aufgenommen wird, hat noch eine weitere Hürde vor sich.

Es gelangt zunächst über die Pfortader zur Leber. Dort erkennt unser Stoffwechsel Curcumin als körperfremde Substanz und versucht, es möglichst schnell wasserlöslich zu machen, damit es wieder ausgeschieden werden kann. Dazu werden die Curcuminmoleküle chemisch verändert – vereinfacht gesagt: Sie werden „maskiert“. Das Problem dabei: Das ursprüngliche freie, aktive Curcumin steht dem Körper anschließend nur noch in sehr geringer Menge zur Verfügung.

Und genau deshalb beschäftigen sich Wissenschaftler seit Jahrzehnten mit einer Frage:

Wie schaffen wir es, Curcumin nicht nur ins Blut zu bringen, sondern es dort auch möglichst lange in seiner aktiven Form zu erhalten?

Drei Generationen Curcumin

Die Entwicklung moderner Curcuminprodukte zeigt sehr schön, wie sich die Nutraceutical-Forschung in den vergangenen Jahrzehnten weiterentwickelt hat.

1. Generation: Curcumin + Piperin

Eine der ersten Ideen war, Curcumin mit Piperin, einem Inhaltsstoff des schwarzen Pfeffers, zu kombinieren.

Piperin kann die Bioverfügbarkeit erhöhen, unter anderem weil es Enzyme beeinflusst, die am Abbau und an der Verstoffwechselung verschiedener Substanzen beteiligt sind.

Genau darin liegt aber auch der Nachteil: Diese Enzymsysteme werden nicht nur für Curcumin benötigt, sondern spielen auch bei der Verarbeitung zahlreicher anderer Stoffe und Medikamente eine Rolle.

Aus heutiger Sicht ist eine solche unspezifische Beeinflussung des Leberstoffwechsels deshalb keine besonders elegante Lösung.

2. Generation: Curcumin mit synthetischen Emulgatoren

Illustration einer Mizelle als Trägersystem

Der nächste Entwicklungsschritt bestand darin, Curcumin stärker anzureichern und es mithilfe von Emulgatoren besser wasserlöslich und damit besser aufnehmbar zu machen.

Dafür wurden teilweise synthetische Hilfsstoffe wie beispielsweise Tween 80 eingesetzt.

Die Bioverfügbarkeit ließ sich dadurch verbessern – die Formulierungen waren jedoch weiterhin auf synthetische Trägersubstanzen angewiesen.

Und dann kam die nächste Generation.

3. Generation: moderne natürliche Trägersysteme

Bei Curcuminprodukten der dritten Generation versucht man nicht mehr, den körpereigenen Stoffwechsel möglichst stark zu blockieren.

Stattdessen wird das Curcumin selbst technologisch so verändert beziehungsweise umhüllt, dass es vom Körper wesentlich besser aufgenommen werden kann.

Ein Beispiel dafür ist Longvida® Solid Lipid Curcumin.

Longvida SLCP-Technologie: Lipidmatrix und freie Curcuminoide

Hier werden die Curcuminpartikel in einem aufwendigen Verfahren mit einer natürlichen Lipidmatrix auf Basis von Lecithin umgeben.

Das hat gleich mehrere Vorteile:

Das Curcumin wird besser aufgenommen und gelangt in wesentlich größerer Menge in den Blutkreislauf. Vor allem aber bleibt ein relevanter Anteil des Curcumins in seiner aktiven Form verfügbar. Bei Longvida® können aktive Curcuminoide noch bis zu 24 Stunden nach der Einnahme im Blut nachgewiesen werden.

Und sie können die Gewebebarriere überwinden und in die Zellen gelangen – auch in das Gehirn.

Entscheidend ist nicht, wie viel Curcumin auf der Packung steht

Und genau hier liegt ein häufiger Denkfehler.

Ein Curcuminprodukt mit einer besonders hohen Milligrammzahl muss nicht automatisch besser sein als ein Produkt mit einer niedrigeren Dosierung.

Denn entscheidend ist nicht nur:

Wie viel Curcumin nehme ich ein?

Sondern vielmehr:

Wie viel davon gelangt tatsächlich in meinen Blutkreislauf?
Wie viel bleibt dort biologisch verfügbar?
Und wie lange steht es meinen Zellen in aktiver Form zur Verfügung?

Curcumin ist eines der schönsten Beispiele dafür, warum bei modernen Nutraceuticals nicht allein der Rohstoff über die Wirkung entscheidet.

Die Formulierung macht den Unterschied.

Bleibt dran …

Bleibt gesund und herzlichst Eure Dorothee Gänshirt

Prof. Dr. Dorothee Gänshirt
Geschäftsführerin BENEGANIC GmbH

BENEGANIC

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beneganic.com

Autor:

Dorothee Gaenshirt